Bosnien und Herzegowina


Auf meiner Reise durch Bosnien und Herzegowina (BiH) bin in Nord-Süd-Richtung von Banja Luka über Gornji Vakuf nach Mostar gefahren, und dann weiter nach Montenegro. Wichting für eine entspannte Fahrt nach BiH ist eine gründliche Vorbereitung. Insbesondere ist zur Einreise die Grüne Versicherungskarte notwendig. Dagegen ist der sogennante 'Internationale Führerschein' nicht erforderlich. Gerne auch die entsprechendenen aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes durchlesen.

Die Strassen sind sehr gut ausgebaut und alle in bestem Zustand. Spannend und faszinierend ist die Fahrt durch all die Schluchten, im nördlichen Teil meiner Reise entlang dem Fluss Vrbas, im südlichen Teil entlang der Neretva.

Banja Luka

Meine erste Station in BiH war Banja Luka, der Regierungssitz der Teilrepublik Srpska. Unterkunft gefunden habe ich für zwei Nächte im zentral gelegenen Hotel St. Georgije. Nur wenige Gehminuten entfernt ist die Vrbas mit den Festungsruinen und daneben viele Restaurants.
Am zweiten Tag ging es auf einem kleinen Ausflug zum Kloster Gomionica, ca. 25 km westlich von Banja Luka. Das Kloster war Ausgangspunkt für eine Wanderung in die ruhige, unbelassen wirkende Umgebung Richtung Gornja Tramosnja. Nach der ausgedehnten Wanderung bei recht warmen Temperaturen habe ich auch das Kloster besucht, einen Führer gekauft (eine Seite davon auf englisch, der rest bosnisch!), und eine Kerze zur Erleuchtung von uns allen angezündet. Dabei wurde ich von den Nonnen zu einer Tasse Kaffee eingeladen. Leider war die Kommunikation recht begrenzt, da ich kein bosnisch spreche, und die Nonnen weder deutsch noch englisch verstanden.







Oben, unterwegs in Banja Luka: Fluss Vrbas mit Restaurant-Schiff und Festung im Hintergrund, Graffitihaus pur, voll dekorierter Käfer; unten, Wanderung Richtung Gornja Tramosnja: ein Schmetterling, der in der Umgebung aufgeht, Obstbaum mit reicher Ernte; Klosterkirche Innen- und Aussenansicht.













Schön und beruhigend: stetig fliesst das Wasser im kleinen Bach Jovica, beobachtet während meiner Wanderung





Gornji Vakuf

Richtung Süden führt die M16 von Banja Luka zunächst entlang dem Vrbas-Tal nach Jajce. Von weitem sichtbar ist die Festung von Jajce, aber der wirkliche touristische Höhepunkt der Stadt sind sicher die direkt am Stadtzentrum gelegen Wasserfälle.
Historisch gesehen ist die Stadt aus zwei sehr unterschiedlichen Perspektiven herausragend: Zum einen war Jajce vor der Eroberung durch das Osmanische Reich Sitz der Könige Bosniens, und zum anderen traf sich hier im November 1943 die 2. Versammlung des Antifaschistischen Volksbefreiungsrates, auf der unter anderem das föderalistische Konzept für das sozialistische Jugoslawien entwickelt wurden.

Weiter ging es an dem Tag entlang der M16 nach Bugojno, mit kurzer Rast für eine Kaffeepause, und dann entlang der M16.2 bis nach Gornji Vakuf, wo ich im Hotel Palazzo übernachtet habe.







Oben, das Tal der Vrbas mit beeindruckenden Felsschluchten, sowie die alte und die moderne, im Bau befindliche Pilgerkirche von Sveti Ivo Podmilacje, nördlich von Jajce. Unten, Panoramaansicht auf Jajce sowie ein Spaziergang durch die Stadt. Hier konnte ich mir auch die dringend benötigten neuen Sandalen kaufen. Die Temperaturen lagen ja noch immer bei 30 °C und höher; im Zentrum von Gornji Vakuf.











Tosende Wasserfälle in Jajce





Mostar

Entlang der M16.2 ging es zunächst auf den Makljen-Pass, und, nach einem Abstecher zum Kloster Scit-Rama, weiter nach Jablanica. Die M17 führt dann durch das Neretva-Tal bis nach Mostar.
In Mostar habe ich im Hotel Eden übernachtet: ein modernes Hotel, mit schönster Aussicht auf die Stadt und einem zum Schwimmen einladenden Freiluftbecken. Sowohl die Alte Brücke als auch der Markt sind nur ein paar hundert Meter entfernt.










Von oben, phantastische Aussicht vom Makljen-Pass, das Partisanen-Denkmal am Makljen-Pass zur Erinnerung an die Soldaten, die ihr Leben gaben in der Schlacht der Verwundeten (auch Schlacht an der Neretva), erbaut 1978, zerstört im Jahre 2000 (hier gibt es Bilder des Denkmals im Originalzustand); Fauna (wieviele Mücken sind zu sehen?) und Flora in der Umgebung; unten, am Kloster Scit-Rama.













Von oben, zur Erinnerung an die Schlacht an der Neretva Februar/März 1943: die zerstörte Eisenbahnbrücke als Teil einer Museumsanlage, die M17 führt in schönster Landschaft durch die Schlucht der Neretva; unten, unterwegs in Mostar.











weiter nach Montenegro


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